189 Bewerbungen für den Green Alley Award 2020/21

Die Bewerbungsfrist für den Green Alley Award 2020/21 endete am 17. November. Insgesamt gingen 189 Bewerbungen ein. Das Green Alley Award-Team wird diese nun prüfen und entscheiden, welche Geschäftsideen es bis ins Finale schaffen.

Für das Team ist diese Phase besonders spannend, da sie einem einmal mehr den positiven Beitrag vor Augen führt, den der Award und die vielen innovativen Geschäftsideen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft leisten.

Gemeinsam für eine sauberere Umwelt

Für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bedarf es der Zusammenarbeit verschiedenster Akteure. Die Politik muss die notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen, so wie es die Europäische Union mit der Verabschiedung des neuen Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft getan hat.

Dessen Ziel ist es, nachhaltige und langlebige Produkte herzustellen, die es den Bürgern ermöglichen, sich pro-aktiv an der Kreislaufwirtschaft zu beteiligen und von deren Vorteilen zu profitieren.

Dafür müssen Verbraucher möglichst nachhaltige Konsumentscheidungen treffen können und Unternehmen ihre Produktionsprozesse anpassen und für Transparenz sorgen.

Außerdem muss es geeignete Alternativen zu herkömmlichen Materialien wie Leder und Kunststoffen geben.

Start-ups geben den Weg vor

Hier kommen die Start-ups ins Spiel: „Wir brauchen Start-ups als Innovationstreiber, um genau diese Alternativen zu entwickeln“, sagt Dr. Thomas Fischer, Head of Market Intelligence und Governmental Affairs bei Landbell Group.

„Als Experte des Green Alley Awards war ich schon immer tief beeindruckt von den vielen genialen Ideen, die Jahr für Jahr an uns herangetragen werden. Auch wenn einige dieser Ideen nur schwer umzusetzen sind, ist es immer wieder schön zu sehen, wie viele begeisterte Menschen ihre Zeit und Energie dafür aufwenden, Lösungen für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.“

Abfall einen neuen Wert geben

Vorjahresgewinner Gelatex Technologies ist ein ideales Beispiel für eine solche Lösung: Das Start-up aus Estland überzeugte die Jury mit seiner nachhaltigen Alternative zu Leder. Das sogenannte Gelatex-Material wird überwiegend aus gebrauchter Gelatine hergestellt, die wiederum aus den Abfällen der Leder- oder Fleischindustrie gewonnen wird.

„Jedes Jahr werden 25% der tierischen Abfälle verbrannt oder weggeworfen. Allein in Europa entspricht das fünf Millionen Tonnen. Gelatex gibt diesen Abfällen einen neuen Wert“, sagt Geschäftsführerin und Mitgründerin Mari-Ann Meigo Fonseca. Das Material kann zum Beispiel in der Textil-, Automobil- oder Möbelindustrie verwendet werden.

Der Auswahlprozess für die Finalisten hat begonnen. Welche der 189 Ideen werden es bis ins große Finale in Berlin schaffen? Auf der Webseite des Green Alley Award gibt es alle Neuigkeiten.

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